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Monatsrückblick Januar

Mein Januar 2022

Ein Rückblick ist sehr vielfältig und bietet mir immer wieder die Möglichkeit, meine Arbeit und auch meinen Alltag zu reflektieren.
Mein Januar 2022 war ein Monat gefüllt mit schönen Erlebnissen sowie mit tollen Erfolgen in meiner Arbeit. Eine Klientin hat eine wichtige Prüfung für ihre Weiterqualifizierung geschafft.
Der Januar war aber auch geprägt von Dingen, die nachdenklich stimmen.



Pfullinger Sagenweg – Familienzeit

Meine drei wundervollen Kinder sind schon erwachsen und haben ihren eigenen Alltag. Darum ist es um so schöner, wenn wir es schaffen, gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen. Wir lieben es, in der Natur zu sein und uns den Wind um die Nase wehen zu lassen.
Unsere Spaziergänge nutzen wir, um ausgiebig miteinander zu reden und einander auf den neuesten Stand zu bringen. Das sind immer tolle gemeinsame Erlebnisse.
An diesem Samstag waren wir in Pfullingen und haben uns von den Sagen der Urschel verzaubern lassen.


Man sagt, die Urschel hause heute noch als Geist in und um den im Jahr 1370 erstmals in einer Klosterurkunde genannten Ursenberg, der im Volksmund meist als „Ursulaberg“ oder „Urschelberg“ bekannt ist, denn die Urschel wurde einst vor langer Zeit durch einen bösen Fluch verwunschen und wartet somit bis zum heutigen Tag auf ihre Erlösung.

Falke
Teferi, das Haustier meiner Tochter 🙂
Wegtafel
Ein wunderschönes Ausflugsziel: der Pfullingersagenweg
Schnee Landschaft
Ein tolle Wanderung mit meinen Kindern und Teferi

Meine Arbeit – Der Ton wird rauer

Es schlaucht mich grade richtig!
Unfaire Diskussionen an allen Ecken und Enden. Als wäre die Pandemie nicht schon belastend genug.
Zusätzlich gibt es Vorwürfe, Verletzungen und Anschuldigungen. Das bekomme ich hier täglich mit. Es werden Schuldige gesucht, um möglichst selbst keine Verantwortung übernehmen zu müssen oder gar etwas zu verändern. Ich höre so Aussagen wie: „Wenn das so oder so kommt, dann bin ich erst recht bockig, das mache ich nicht mit“.
Nein, diese Aussage kam nicht von einem Kind im besten Trotzalter, sondern von einem vermeintlich erwachsenen Menschen.
Als würden die negativen Folgen nur einen Einzelnen treffen.

Die Perspektiven werden enger und mancher wählt die Freiheit, ungefiltert zu reden oder zu kommentieren als Ventil für den persönlichen Frust.
Ganz egal, wie sehr andere verletzt, abgewertet oder in deren Freiheit eingeschränkt werden. Hauptsache die eigene Freiheit kann gelebt werden, immer mit dem Argument der Meinungsfreiheit.
Aus kleinen Irritationen werden richtig unfaire Diskussionen losgetreten, Anschuldigungen vorgetragen und Verbündete gesucht, die Willens sind, mit in den Chor der Anschuldigungen und des Klagens einzustimmen. Ein Schuldiger oder eine Schuldige ist dann schnell gefunden. Die Verantwortung für den eigenen Stillstand wird auf andere abgewälzt.
Ganz in der Art: „Die anderen sollen sich verändern, die sollen es regeln, sodass es dann wieder gut geht und man persönlich nichts dazu tun braucht.“ Die werden schließlich dafür bezahlt!
Echt jetzt? Auch für die Folgen von Abwertung und ungerechtfertigter Anschuldigung?

Dass das letztendlich gar nicht möglich ist, spielt in dem Fall keine Rolle .
Weshalb ich so angesäuert bin?
Weil ich in einer wundervollen Community bin, in der ich viel lerne. In der bis vor ein paar Tagen ein wertschätzender Umgang und Ton herrschte.
Diese Community hat mich an vielen Stellen richtig weiter gebracht, mir tolle Impulsen gegeben und mir für mein Online Business ganz viel Struktur gebracht. Ein Kurs mit einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis.

Und dann kam die Tage ein sogenanntes Feedback, in der Form:
„Ich bin schon richtig genervt von … – ist noch jemand hier in der Gruppe der Meinung?“

Es war nicht an mich adressiert, trotzdem tritt es auch mich. Sofort hat sich die Kommunikation in der Gruppe verändert, jetzt schwingt wie überall Vorsicht mit und so ein stilles darauf warten, wie es nun weiter geht.

Tja, was soll ich sagen. Erst dachte ich, ich seh nicht richtig. Dann ist mir aufgefallen, was genau mich daran stört.
Nicht dass jemand eine kritische Anmerkung macht, das ist es nicht. Offenes Thematisieren gehört einfach dazu und ist wichtig. Das ist aber nicht geschehen. Ich habe noch mal darüber nachgedacht, was genau mich irritiert hat.
In meinen Seminaren zum Thema Konfliktklärung bespreche ich meinen Teilnehmer:innen immer den Mechanismus eines Konflikts. Die Entstehung und wie es gelingt, ihn wirklich auch eskalieren zu lassen. Also eine Anleitung wie es möglich ist, Konflikte wirklich anzuheizen.
Daraus lässt sich ganz leicht ableiten, was zu tun ist, wenn ein Konflikt nicht gewünscht wird.
Und weil mich das heute, am Ende dieses Monats so beschäftigt, möchte ich das mit dir liebe:r Leser:in gerne teilen.
Vielleicht kann es uns mehr gelingen auszusteigen, wenn wir den Mechanismus kennen.
Ich greife das Beispiel hier auf, weil sich daran das folgende Modell ganz leicht in die Praxis übertragen lässt:

Konfliktspirale n. Glasl
Konflikte eskalieren lassen


Zwei Dinge passen in der erfolgten Rückmeldung ganz und gar nicht:

  • Das Feedback, das sich an die Gruppenleitung richtet, wird öffentlich in Gruppe gestellt, ohne dem Empfänger die Chance zu geben, sich zu äußern, zu erklären oder eine Korrektur anzubringen.
  • Es wird aktiv nach Verbündeten gesucht, also soziale Ansteckung aktiv praktiziert.

Bei solchen Äußerungen ist dann immer die Frage, um was es wirklich geht. Geht es darum, Dinge konstruktiv zu beeinflussen oder geht es darum, andere fertigzumachen, weil man sich selbst grade nicht so toll fühlt.


Was ist wichtig? Die Kernfrage in der Einzelberatung

Fuß mit Rollen  einer Flipchart
Die gute alte Flipchart, immer noch so zuverlässig wie eh und je. Manche Dinge ändern sich nicht
Tannenzweig
Was ist wichtig im Leben? Und wie kann Unbewusstes bewusst gemacht werden? Metahpernarbeit ermöglicht es

Coachings im Bereich der beruflichen Neuorientierung und Einzelfallberatung sind immer auch damit verbunden, die Frage nach dem „Was ist wichtig im Leben“ zu beantworten. Eine sehr umfangreiche Fragestellung, die meistens schon in vielen Gesprächen und Diskussionen thematisiert wurde. Meist ohne großen Erfolg.
Mein Ansatz ist es, die Sprache des Unterbewusstseins zu nutzen. Schon lange ist bekannt, dass wir in Bildern und Geschichten denken und uns erinnern.
Das mache ich mir in der Arbeit mit Metaphern zunutze. Das Unterbewusstsein wird zur Mitarbeit angeregt und liefert ohne große Anstrengung die ganz individuelle Antwort. Eine Antwort, die ganz sicher frei ist von Ideen und Vorannahmen von außen. Somit passt sie wunderbar zum Klient:in und dessen ganz spezieller Lebenssituation. Der Maßanzug sozusagen 🙂


Was hat sich sonst noch so entwickelt?

Eine neue Kooperation mit einer lieben Kollegin. Wir sind dabei, einen ganz speziellen Online Ausbildungskurs zu entwickeln. Das Konzept steht schon. Jetzt gilt es, die zur Verfügung stehende Technik sinnvoll ein zu setzten.
Ziel des Kurses ist es, neben der Vermittlung der Inhalte den Teilnehmer:innen die Möglichkeit zu geben, interaktiv zu lernen. Digitale Möglichkeiten voll auszuschöpfen und miteinander in Kontakt zu bringen. Auch online!
Zudem sollen die Bewegungselemente auch mit eingebaut werden, was eine etwas größere Herausforderung darstellt. Aber wir sind zu zweit und werden ganz sicher Lösungen finden.
Es wird ein Entwicklungsprozess sein, der einen ersten Schritt darstellt und immer wieder neu reflektiert und verbessert werden soll.


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