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Karriereberatung vs. Karrierecoaching, Titelbild mit Cornelia Biesenthal

Karriereberatung: Was passt für mich?

Es gibt zwei verschiedene Ausgangspositionen, bei denen sich die Betroffenen überlegen, ob ein Wechsel des Arbeitsplatzes infrage kommt oder jetzt dran ist.
Ein Grund für diese Gedanken sind mangelnde Anerkennung, hierarchische Strukturen und veraltete autoritäre Führungsstile.

Nun stellt sich die Frage, wie bekommt man Klarheit, was ist der nächste Schritt? Und braucht es dafür Unterstützung von außen – und falls ja, welche.

Karriereberatung oder Karrierecoaching?
Damit die Entscheidung leichter fällt, möchte ich mit diesem Artikel etwas Licht ins Dunkel der Angebote bringen.
Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf Karrierecoaching. Das biete ich an, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass die Ergebnisse passgenau auf den Menschen und dessen Bedürfnisse zugeschnitten sein sollten. So sind die Chancen erheblich höher, langfristig berufliche und persönliche Zufriedenheit erleben zu können.
Karrierecoaching oder Karriereberatung?
Diese Frage kläre ich immer im ersten Gespräch und dabei fällt auf, wie wichtig dies ist. Der Unterschied für viele unklar und nicht wahrnehmbar.
In diesem Artikel möchte ich mich auf Karriereberatung fokussieren und dir einen Überblick dazu geben. Mehr zum Thema Karrierecoaching und wie ich es verstehe, findest du hier


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Karriereberatung

Eine Karriereberatung ist ein sehr klassisches und vielfach genutztes Werkzeug in der Berufsberatung, der Personalvermittlung, im Recruiting und unter Headhuntern.
Im Mittelpunkt stehen die berufliche Laufbahn, die Vermittlung einer Arbeitsstelle sowie das Zusammenbringen von Jobsuchenden und Jobangeboten.

In Blog von Brigitte Academy wird es wie folgt beschrieben:
Zu Beginn des Arbeitsvermittlungsprozesses liegt der Schwerpunkt auf einer umfangreichen Analyse der Fähigkeiten des Arbeitssuchenden, um damit ein aussagekräftiges Jobprofil zu erstellen.
Mithilfe dieses Profils werden Jobanwärter und Jobanwärterinnen dann von einem gut informierten Arbeitsvermittler ausführlich beraten. Neben den Wünschen des Arbeitssuchenden müssen Jobvermittler und Jobvermittlerinnen auch die Neigungen, Fähigkeiten und Zusatzqualifikationen des jeweiligen Bewerbers sowie die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt in ihren Vermittlungsprozess miteinbeziehen.

Es geht also immer darum, welche Angebote es gibt und wo der/die Arbeitssuchende gut passen könnte. Um das möglichst gut abzugleichen, gehen viele Berater dabei in vier Schritten vor.

Auf dem Blog von Karrierebibel werden diese vier Schritte des Prozesses beschrieben:

  1. Gespräch und Analyse in Form von Persönlichkeitstests
  2. Stellensuche und Stellenangebot
  3. Bewerbungsmappe und Bewerbungsgespräch
  4. Kurse und Schulungen

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Diese vier Schritte werde ich im Einzelnen erklären. An diesem Ablauf zeigt sich sehr schön, wie das Vorgehen in einer Beratung ist. Es werden verschiedene Persönlichkeitstests genutzt, um noch genauer erfassen zu können, welche Eigenschaften und charakterlichen Merkmale der/die Bewerber:in mitbringt.
Es findet eine Analyse statt, auf Fähigkeiten, Stärken, Berufsabschlüssen, die oft Jahrzehnte zurückliegen.
Daraus ergibt sich oft genug ein Gefühl von Unzulänglichkeit, nicht genügend zu wissen oder zu können.
Das empfinden viele als sehr stressig. Sicher ist es so nicht gewollt oder gedacht.


Bild von Persönlichkeitstest
Big 5, Myers- Brigg, DISG, Enagram

Die bekanntesten Persönlichkeitstests

Hier eine Liste der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Persönlichkeitstests. Die meisten können im Netz kostenlos genutzt werden.



Big 5 etwa erfasst folgende Merkmale:

  • Kooperation/Wettbewerb
  • Gewissenhaftigkeit/ Flexibilität
  • Emotionale Stabilität/Sensibilität
  • Introversion/ Extraversion
  • Offenheit/ Beständigkeit

DISG-Modell
Das DISG-Modell analysiert das Verhalten in Bezug auf Stärken und Schwächen und teilt es in vier verschiedene Grundtypen ein. Kurz gesagt: Du erhältst einen völlig neuen Blick auf deine Stärken, deine Schwächen und deine Charaktereigenschaften.

Die vier Buchstaben stehen für folgende DISG-Typen:

  • D = Dominant (rot)
  • I = Initiativ (gelb)
  • S = Stetig (grün)
  • G = Gewissenhaft (blau)

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Stellensuche und Angebote

Hier gibt es verschiedene Wege und Möglichkeiten. Grob unterscheiden kann man zwischen Arbeitsvermittlern, Personalvermittlern und Headhuntern.

Arbeitsvermittler

Sie vermitteln arbeitssuchenden Bewerber:innen eine möglichst passende Stelle und werden von diesen beauftragt. Bei einer erfolgreichen Vermittlung werden sie dann auch von diesen bezahlt.


Personalvermittler

Handeln im Auftrag einer Firma und suchen für diese die passenden Arbeitnehmer:innen. Sie schalten im Auftrag der Firmen Stellenanzeigen. Bei erfolgter Vertragsunterzeichnung werden sie von der Firma bezahlt, dem Arbeitssuchenden entstehen keine weiteren Kosten.
Sie sind meist für einfache bis qualifizierte Berufe tätig und suchen für das jeweilige Unternehmen den passenden Arbeitnehmer.

Headhunter

Auch Headhunter werden von Firmen beauftragt, die auf der Suche nach neuem Personal sind. Sie konzentrieren sich auf hoch qualifiziertes Personal und Führungskräfte.

Diese suchen meist gar keine neue Anstellung und lesen oftmals auch keine Stellenanzeigen. Die Personalsuche ist somit mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Das Vorgehen des Headhunters ist daher wesentlich komplexer als beim Personalvermittler oder Arbeitsvermittler. Hierbei erarbeitet sich der Headhunter zu Beginn eine Liste mit Zielfirmen, in denen der potenzielle Spezialist arbeiten könnte. Im Anschluss ruft der Headhunter verdeckt bei seinen zuvor ausgewählten Firmen an, um an seine Zielpersonen heranzukommen. Er unterbreitet ihr ein entsprechendes Angebot und animiert ihn/ sie dazu, seine jetzige Position aufzugeben, um zum Auftraggeber des Headhunters zu wechseln. Sollte der Wechsel erfolgreich sein, erhält der Headhunter ein Erfolgshonorar.

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Beine von fünf Personen die auf einem Stuhl sitzen und auf das Bewerbungsgespräch warten

Die verschiedenen Arten eines Bewerbungsgesprächs

  • Strukturiertes Interview: oft in Form eines Fragenkatalogs
  • Stress Interview: der Bewerber soll aus der Reserve gelockt werden
  • Offenes Interview: hier geht es um kommunikative Fähigkeiten
  • Situatives Interview: Assessments, der Kandidat soll zeigen, ob er in verschiedenen Situationen angepasst reagieren kann

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Kurse und Schulungen

Oft wird eine Weiterqualifizierung nötig, wenn der gewünschte Arbeitsplatz dies erfordert. Dazu gibt es viele Kursangebote von Weiterbildungsunternehmen und auch der Arbeitsagentur.

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Tafel mit einer Tabelle in der Pros links steht und Cons rechts steht
Karriereberatung pro und contra

Karriereberatung

Vorteile:

  • Sachliche Betrachtung der Fähigkeiten und erworbenen Abschlüsse.
  • Reale Einschätzung des „Marktwerts“ der Person, so wird vermieden, sich in Luftschlössern zu verrennen.
  • Konkrete Möglichkeiten am Arbeitsmarkt werden ausgelotet.
  • Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsschreiben.
  • Unterstützung bei der Sichtung der Stellenangebote.
  • Klare Anweisungen, was der nächste Schritt ist.
  • Die richtige Verhaltensweise und Kommunikation wird erörtert.

Nachteile

  • Die Ansprüche der Firmen stehen im Mittelpunkt.
  • Der Fokus liegt auf der Planung der Karriere.
  • Emotionale Hürden finden oft wenig Beachtung.
  • Es gibt klare Anweisungen, oft aus der Sicht des Beraters. Manchmal passen die Vorschläge nicht zu der emotionalen Situation des Menschen.
  • Fehlende Qualifikationen werden als Defizite benannt.
  • Selbstwert wird manchmal geschwächt.

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Zusammengefasst kann man sagen:

Karriereberatung ist Beratung, die darauf abzielt, die passenden Mitarbeiter für ein Unternehmen zu finden. Dabei kommen Analysetools zum Einsatz, die den Menschen auf seine Eignung hin analysieren. Es gibt eine Beratung, was zu tun ist, um die Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. 

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Frau die sich an der Mauer anlehnt

Du möchtest gerne mit mir arbeiten?
Dann lass uns telefonieren!

Mein Fazit: 
Es lohnt sich genau zu reflektieren, was denn grade gebraucht wird und dann zu überlegen, ob eine Beratung ausreicht oder eventuell doch ein maßgeschneidertes Coaching besser wäre. 
   

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